Gedankenfluss

Alles fliesst...

Notizen ueber einen Vortrag von Gerhard Stapelfeldt

2014
23
Januar

Ich will mehr schreiben!

Diese Woche war sehr hart fuer mich, da ich ein taegliches Blockseminar hatte (9-17 Uhr) und sich durch das staendige Sitzen meine Rueckenprobleme massiv verstaerkt haben. Nichts desto trotz konnte ich die U-Bahnfahren zur Uni nutzen um mir einen Vortrag von Gerhard Stapelfeldt ueber sein Buch Zur deutschen Ideologie: Soziologische Theorie und gesellschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland anzuhoeren, der stellenweise sehr interessant war. Hier meine Notizen aus den entsprechenden Zettelkasten-Eintraegen.

Entstehung der deutschen Wirtschaftsidentität
Der Beginn der deutschen Wirtschaftsideologie laesst sich zurueck verfolgen auf Reaktionen zur franzoesische Revolution (eine Verabscheuung des Welthandels und Weltbuergertums nach deren Art). Die Nationaloekonomie deutscher Praegung, die Volkswirtschaft, begruendet durch Fichte und List, besteht auf die Autarkie einer Wirtschaftsgemeinschaft mit Ausgrenzung des reinen Handelsgeistes, dargestellt durch z.B. Juden und England. In Abgrenzung zum Handelsgeist setzen Wagner und Sombart den Heldengeist. Friedrich Naumann more benutzt zur Beschreibung dieser Gesamtidee den Begriff Nationalsozialismus.

Python-Code zum Runterladen von allen URLs eines Youtube Channels

2014
19
Januar

Ich will mehr schreiben!

Heute Code den ich geschrieben habe um Vortraege aus Youtube Channels zu extrahieren. Ich fing an Code zu schreiben, aber fand dann sehr schnell youtube-dl, was schon 90% meiner Arbeit macht. Das ist also nur ein Scraper, der die URLs aus dem Channel-RSS-Feed rauskopiert.

import feedparser as fp
import sys 
import os

channel = sys.argv[1]

if os.path.isfile('URLs.txt'):
    os.remove('URLs.txt')

done = False
item = 1 

while not done:
    ntt = fp.parse("http://gdata.youtube.com/feeds/"
                          "base/users/" + channel + "/uploads"
                          "?max-results=1&start-index=" + str(item)
                          )

    if not ntt['entries']:
        print "Reached end of list."
        done = True
        break

    link =  ntt['entries'][0]['link']
    print str(item) + ": " + ntt['entries'][0]['title']

    with open('URLs.txt', 'a') as f:
        f.write(link + "\n")

    item = item + 1 

Notizen zu Buchlisten

2014
17
Januar

Ich will mehr schreiben!

Am Anfang eines Jahres mache ich gerne eine Liste mit Buechern, die ich so im Laufe des Jahres zu meiner Buchwand hinzu fuegen will. Diese Jahr waren es ausserordentlich viele, was sofort natuerlich die Idee weckt, dass Menschen mir ja auch mal was schenken koennten ;) Aber dann folgt immer gleich die Frage, wie gebe ich den Menschen bekannt, was ich gerne haben wuerde ohne das gleiche an Firmen abzugeben? Wie kann ich von meinen Freunden Empfehlungen bekommen und sie wissen lassen, was gut war und was nicht? (Die eigentliche Antwort ist natuerlich analog.)

Ich habe dann mal angefangen Kriterien zu sammeln, die mir fuer die Software wichtig waeren (Buzzwords ahead):

Dezentral
Es soll keine zentrale Serverinstanz geben, wo Daten gespeichert werden.
Selbstorganisiert
Jeder soll die Software einfach laufen lassen koennen, egal ob shared hosting, root server oder http://pages.github.com/
Sozial
Es sollte die Moeglichkeit geben, die Listen oder einige Eintraege mit Menschen zu teilen.

Derzeit schwebt mir etwas in der Art vor: Es wird ein Paket geben, was man sehr einfach auf einem Webspace platzieren/installieren kann. Das Paket wird ein Webinterface beinhalten, was es erlaubt Buecher, DVDs und andere "Dinge" in Listen zu packen. Die Organisation der Listen ist den Benutzern selbst ueberlassen, es koennen z.B. eigene Felder hinzugefuegt werden. Ausserdem soll das Paket einen einfachen OpenID-Server beinhalten, so dass die Authentifikationen an anderen Instanzen darueber laufen kann. Dann kann man jeder OpenID Zugriff auf Listen, Eintraege oder Kategorien erlauben.

Grobe Ideen, noch nix gemacht. Als ich die kurz Menschen vorstellte kamen sofort Ideen welche Frameworks man dafuer benutzen sollte. Aber ehrlich gesagt ist mir das Framework erstmal egal und ich ueberlege tatsaechlich erstmal eine Art API zu schreiben.

Falls ihr Ideen oder Hinweise habt, lasst es mich wissen.

Notizen ueber nicht gelesenes

2014
15
Januar

Ich will mehr schreiben!

Gestern und heute war ich sehr damit beschaeftigt mein Dissertationsvorhaben zu formulieren. Daher habe ich zwar viel geschrieben, aber nicht was hier hin gehoert. Heute habe ich das dann etwas ueberarbeitet und eingereicht. Drueckt mir die Daumen!

Stattdessen gebe ich heute eine Liste der Artikel, die ich gerne bearbeitet haette, statt an dem Vorhaben zu schreiben.

1. Der wissneschaftliche Artikel "The 'drug policy ratchet': why do sanctions for new psychoactive drugs typically only go up?". Hoert sich interessant an, aber ich bin mehr sehr sicher, dass er einige offensichtliche Gruende verfehlen oder nicht benennen wird.

2. Ein Artikel, der mit meiner moeglichen Masterarbeit zu tun hat: Antidepressant effects of ketamine: mechanisms underlying fast-acting novel antidepressants.
und einige weitere, von Neuroskeptic zusammen getragene kritische Artikel. Besonders einige Punkte, die die Autoren machen sind wohl richtig, aber koennen nicht angegangen werden aus sowohl ethischen wie auch kulturellen Gruenden.

3. Wissenschaftlicher Artikel zu Genderanteilen in Orchestern: "Orchestrating Impartiality: The Impact of "Blind" Auditions on Female Musicians". Das Ergebnis? Wenn die Auswahlkommittees nicht wissen, wer vorspielt, steigt der Frauenanteil um bis zu 55%.

4. Eine kritische Analyse der wissenschaftlichen Kultur in Bezug auf Utopien von Dennis Fox: Psychology, Ideology, Utopia, and the Commons. Damit zusammenhaengend interessiert mich die Dunbar Number und aehnliche Studien.

Vielleicht erzaehle ich ja morgen mehr zu einem von den Artikeln. :)

Notiz zu "Posterior-Hacking"

2014
13
Januar

Ich will mehr schreiben!

Heute habe ich nicht viel gelesen oder gesehen, da ich meine Bewerbungen fuer diverse Programme vorbereite und mir nicht viel Zeit gerade uebrig bleibt. Daher nur ein paar Saetze zu P-Hacking.

P-Hacking bedeutet, dass ein Wissenschaftler mittels statistischer Umformungen solange an seiner Arbeit herum doktort (haha, get it?), bis die Ergebnisse genuegend unterschiedlich zwischen seinen Versuchsgruppen sind, so dass sie Signifikanz erreichen. Signifikanz wird in der Statistik normalerweise mit p-Werten ausgedrueckt. (Daher der Name P-Hacking.)

Dieses Problem ist schon lange bekannt und diese Praxis wird auch im grossen Stil betrieben. Es gibt dagegen sowohl statistische Ueberpruefungsmethoden als auch die Idee klassiche Hypothesentestung als ganzes zu ersetzen.

In diesem Artikel beschreibt nun der Autor, warum das auch nichts nuetzen wird. Anhand von einem Datensatz zeigt er, dass auch wenn bayes'sche Inferenzstatistik benutzt wird ein Hacking noch moeglich ist.

Tja, es gibt halt keine technische Loesung fuer soziale Probleme. In diesem Fall der Publikationszwang im Wissenschaftsbetrieb.